IAP

Konzeptbausteine/Ideen:

 

Flexible Schulausgangsphase an der RS „Am Schloss Neideck“ Arnstadt

 

Ausgangslage/Bedarf – Gesetzliche Grundlagen:

              novelliertes Schulgesetz, weiterentwickelte Schulordnung (§53 und 54 IAP)

 

Schulische Ausgangslage:

 

I: An unserer Schule lernen Schülerinnen und Schüler, welche Versetzungsbestimmungen z.T. zum wiederholten Male nicht erfüllt haben oder durch Schulfrust, Verhaltensauffälligkeiten u.a. keine Lernerfolge mehr erzielen. Diese Schüler/innen können durch das traditionelle, schulische Lernen kaum noch einen Schulabschluss an der Regelschule erreichen.

 

Die Wahlmöglichkeiten für die Erreichung eines Abschlusses sind:

Erneutes Wiederholen einer bereits besuchten Klassenstufe in einem neuen Klassenverband. (S wären dann z.T. mehrere Jahre überaltert)
Beschulung in einer individuellen und praxisorientierten Lerngruppe mit Unterrichtsanteilen an unserer Schule, praktischen Modulen im Arnstädter Bildungswerk (ABW) und Praxistagen in Betrieben.

IAP bedeutet bei uns:

 

Schüler der Klasse 9 in  zwei Schuljahren (IAP) zum HS zu führen.

 

Zusammensetzung Team

 

  • Kleines Lehrerteam unserer Schule mit Erfahrung in offenen Unterrichtsformen und der Fähigkeit, Verbindung zu lernproblematischen Schülern herzustellen.
  • durchgängig Sozialpädagogische Betreuung
  • Klassenlehrer/in mit möglichst vielen Stunden in der Klasse
  • FL aus dem Bereich WRT für enge Kooperation mit dem ABW und den Betrieben

 

Kooperationspartner

 

  • Arnstädter Bildungswerk (ABW)
  • Praktikumsbetriebe aus dem Stadtgebiet der Stadt Arnstadt (siehe Praktikumsverträge)
  • Soccer Liga und Dirket e.V – sozialpädagogische Unterstützung, Verhinderung von Schulverweigerung., Schulverweigererprojekt „Startblock 2020“
  • IB als Berufseinstiegsbegleitung

 

Stundentafel der flexiblen Schulausgangsphase

 

  • Stundentafel Praxisklasse 7/8 als vorausgehende Phase
  • Im Bedarfsfall individuelle Stundentafel für gesonderte Gruppe der schulverweigernden Schüler
  • IAP- Phase nach Stundentafel der Schulordnung

 

Pädagogische Ziele

 

Folgende pädagogische Ziele werden mit der praxisorientierten Ausrichtung der Lerngruppe verfolgt:

  • erreichen des Hauptschulabschlusses als Voraussetzung für eine folgende Berufsausbildung
  • gezielte und betreute Berufsvorbereitung (Förderung der Wahrnehmung eigener Interessen und Neigungen)
  • praxisorientierter Unterricht mit starkem Bezug zum Lernenden
  • Chancen der Schüler auf Ausbildungsplatz durch intensive Berufseinstiegsbegleitung erhöhen
  • individuelle Lernberatung, um den Schulabschluss der Schüler abzusichern (Förderung der individuellen Stärken der Schüler/innen)
  • Selbständigkeit/ Eigenverantwortung der Schüler/innen unter Hilfe durch FL und Sozialarbeiter entwickeln
  • Entwicklung von sozialen Verhaltensweisen – Klassentraining, Klassenrat, Kommunikationszeit, Logbuchzeit
  • Methodenplan –erlernen von Grundfertigkeiten (Organisation, Ordnungsprinzipien, Arbeitsplatz einrichten usw.)
  • Regelmäßige Teilnahme am Unterricht und allen schulischen Veranstaltungen durch engmaschige Betreuung der Schüler und der Sorgeberechtigten incl. Unterstützung bei Anträgen an Ämter, Terminen im Amt (u.a. Jugendamt)

 

 

Schritte in Vorbereitung und zu Beginn des Schuljahres

 

Organisatorisch:

  • Suche nach Praktikumsbetrieben in Verantwortung der Fachschaft WRT
  • Kooperationsvereinbarung mit der ABW
  • Absprachen zum Unterricht treffen
  • Team der Klasse bestimmen, Stundenplan erstellen
  • Sozialpädagogische Begleitung sicher stellen

 

Inhaltlich:

Überlegungen zur Ausgestaltung der Praxistage im ABW und der Zusammenarbeit mit den Betrieben:

  • Rücklaufbögen
  • Praktikumsvereinbarungen
  • Kontakte
  • Vorstellen in den Betrieben

 

Start in das Schuljahr

  • Projekttage
  • Kennen lernen, soziale Fähigkeiten, Absprachen etc. mit dem unterstützenden Sozialarbeiter
  • Lernvereinbarungen schließen

 

Teamberatungen

  • Die Beratungen finden nach Teamplan im Monat statt.

 

Zusammenarbeit mit den Eltern

  • Regelmäßige Kontakte durch die KL und Sozialarbeiter
  • Elternsprechtag – konkrete Lernvereinbarungen werden geschlossen

 

Individuelle Lernvereinbarungen

  • Für jeden Schüler zusammen mit den Eltern besprochen
  • Alle FL kennen die Vereinbarungen und reflektieren diese immer mit den Schülern

 

Faustregeln für die Arbeit mit der Lerngruppe und für die Teamberatungen

 

TUN (produktives Lernen)

VERBINDUNG (1:1)

FEEDBACK (spezifiziert positiv und negativ, nicht allgemein)

ERFOLG (Schüler müssen erfolgreich sein können)

 

Im Team geht es darum, darüber zu reden, was man im Unterricht getan hat und mit welchem Erfolg.

Ziel ist es, gemeinsam herauszufinden welche Strategien erfolgreiches Arbeiten in der Gruppe möglich machen.

 

  • Ziele Abschlussphase bezogen auf die Abschlüsse
  • Schüler mit hauptschulabschlussbezogenen Kursen in der Lerngruppe -  Erreichens des Hauptschulabschlusses oder des QHSA im Einzelfall
  • Schüler mit Migrationshintergrund und Sprachproblemen - Erreichen des Sprachendiploms
  • Schüler mit Gutachten im Lernen - Erreichen des Abschlusses Lernförderung und des adäquaten HSA
  • Verstärkte Berufsorientierung durch möglichst individuelle Betreuung in den Berufseinstieg – Ausbildungsvertrag oder Platz in der Berufsschule
Antragsformular IAP neu.docx
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